Herzlich willkommen auf den Internetseiten des Generalkonsulates von Gambia in Köln, Deutschland.
Wir laden Sie ein, sich einen ersten Überblick über das Land an der Westküste Afrikas zu verschaffen und
 stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung




Fakten über Gambia

Lage:                   West Afrika – Das kleinste Land auf dem afrikanischen Festland
Hauptstadt:          Banjul
Fläche:                11,295 km² (4361 Quadratmeilen)
Einwohnerzahl:   1.991.000 (nach einer Schätzung der Weltbank von 2015)
Klima:                  Subtropisch mit zwei verschiedenen Jahreszeiten
Zeitzone:             Westeuropäische Zeit (WEZ)
Währung:             Dalasi (GMD)
Religion:              Islam; etwa 90% der Einwohner
                            Christentum und traditionelle afrikanische Religionen; etwa 10%
Amtssprache:      Englisch
                            Einheimische Sprachen: Mandinka, Wollof, Fula, Jola, Sarahule, Serere, Manjago, Aku




Geschichte und Politik

Gambias Geschichte begann schon lange vor der Ankunft der Europäer und wurde unter anderem durch arabische Händler und durch die Herrschaft verschiedener Imperien vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert beeinflusst, als - als eine der ersten europäischen Händler - die Portugiesen in Gambia eintrafen. Sie verließen das Land etwa 100 Jahre später, nachdem sie verschiedene Gewächse wie etwa Baumwolle und Erdnüsse eingeführt hatten, und verkauften ihre Handelsrechte an die Briten.

Während des 17. und 18. Jahrhunderts war die Kontrolle über den regionalen Handel zwischen den Briten und den Franzosen umkämpft. Großbritannien erlangte alle Handelsrechte im Jahre 1783 und verwaltete das Territorium von Sierra Leone aus bis 1888, als Gambia zu einer Kronkolonie wurde.

Gambia erlangte 1965 seine Unabhängigkeit von Großbritannien und wurde fünf Jahre später, im Jahre 1970, zur Republik mit Sir Dawda Kairaba Jawara als erstem Präsident.




Geografische Merkmale

Gambia, ein kleines Land in Westafrika, ist von drei Seiten von Senegal umgeben und grenzt an den Atlantischen Ozean. Gambia erstreckt sich im Landesinneren über Breiten von 24 bis zu 48 Kilometern entlang der Ufer des Flusses Gambia.
Das auffälligste Merkmal - und vielleicht auch ein bedeutender Vorzug – von Gambia ist eben jener gleichnamige Fluss, der im Atlantik mündet und sich westlich durch Mangrovensümpfe und Bambuswälder windet.
Gambias liegt im dürregefährdeten sahelischen Buschland, woraus geringes Vorkommen natürlicher Ressourcen resultiert. Das vorherrschende Klima erlaubt die landwirtschaftliche Produktion nur für eine kurze Zeit (durchschnittlich drei Monate), die Landwirtschaft ist dennoch die Hauptarbeits- und Nahrungsquelle für etwa 80% der Bevölkerung, die in den ländlichen Gebieten lebt.
Das Klima ist trocken und warm von Dezember bis Februar, der Haupttouristenzeit. Es hat Durchschnittstemperaturen von 18 bis 30°C während der Trockenzeit (Dezember bis Juni) und zwischen 23 und 33°C während der Regenzeit (Juli bis November). Die relative Luftfeuchtigkeit liegt während der Trockenzeit bei 68% entlang der Küste und 41% im Landesinneren und bei etwa 77% im Allgemeinen während der Regenzeit.





Demographie

Die Bevölkerung Gambias wurde 2015 auf etwa 1.991.000 Einwohner geschätzt. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt in etwa bei 2,7%. Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus jungen Menschen unter 25 Jahren, die etwa 63.55% ausmachen. Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, machen nur einen geringen Teil, etwa 3,36% der Bevölkerung, aus. Im Jahre 2003 lag der Anteil an städtischen Gebieten bei etwa 50,3%.
Gambias soziale Vielfalt spiegelt sich in den verschiedenen ethnischen Gruppen wider. Die Hauptgruppen sind die Mandinkas (39.5%), Fula (18.8%), Wollof (14.6%), Jola und Karoninka (10.6%). Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch (etwa 90%).



Feiertage in Gambia

01. Januar: Neujahrstag
18. Februar: Unabhängigkeitstag
01. Mai: Arbeitstag
25. Mai: Africa Day
22. Juli: Revolution Day
15. September: St. Mary's Day
25. Dezember: erster Weihnachtsfeiertag
bewegliche Feiertage: Ostern und muslimische Feiertage


Merkmale der Gesellschaft

Die ländliche Bevölkerung wird durch eine Auswanderung in die Städte gemindert. Die HIV/AIDS- Katastrophe spielt dabei auch eine große Rolle. Dies, zusammen mit der verbreiteten Armut, Arbeitslosigkeit, schlechten Infrastruktur und der Abhängigkeit von der eingeschränkten landwirtschaftlichen Grundlage tragen zu einer unsicheren Lage für den Einzelnen und die Familien bei. Für das Land selbst ist dies eine große Herausforderung für die nationale Entwicklung. Wesentliche gesellschaftliche Indikatoren zeigen, dass Armut weit verbreitet ist, besonders in ländlichen Gebieten, und ansteigt, z.B. von 34% im Jahre 1994 zu 69% der Bevölkerung 1998 (Household Poverty Report). Außerdem hatte Gambia 2002 eine Analphabetenquote von 75% und eine Anmeldung zur Grundschule fand nur in etwa 56% der Fälle statt.
Dennoch hat Gambia einige grundlegende Fortschritte in der Gesundheitspolitik während der letzten fünfzehn Jahre erzielt. Die Leistung in diesem Bereich ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern beachtenswert. Ebenfalls gab es erhebliche Fortschritte in der Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter, in der wirtschaftlichen und politischen Regierungsarbeit und auch erhebliche Verbesserungen bezüglich Bildung und Wasserversorgung.

Weitere Informationen siehe unter Botschaft Gambias in Brüssel