Gambias Wirtschaft


Gambia ist ein kleines, aber dicht besiedeltes Land mit einem Pro-Kopf-Einkommen von umgerechnet 302 US$. Die gambische Wirtschaft wird als offen und fortschrittlich bezeichnet. Die Lage des Landes und seine relativ leistungsfähigen Hafenanlagen machen es zu einem attraktiven Eingangstor zur westafrikanischen Region. Landwirtschaft ist der Hauptpfeiler der gambischen Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze für zwei Drittel der Bevölkerung.

Verglichen mit dem Jahre 2002, als das Land negatives Wachstum von 3,2% erlebte, stabilisiert sich die wirtschaftliche Situation seit 2004 mit einer Gesamtwachstumsrate des BIP von 5,3% . Das negative Wachstum im Jahre 2002 war hauptsächlich einer weit verbreiteten Missernte zuzuschreiben, die aus einer außergewöhnlich niedrigen Niederschlagsmenge im selben Jahr resultierte.

Gambia besitzt außerdem eine wachstumsstarke Tourismusindustrie und einen gut entwickelten Handelssektor, der hauptsächlich aus Import und Export von Gebrauchsgütern in die Region besteht. Der Produktionszweig ist noch recht unbedeutend, dennoch ist es durch die Gründung der „Gambia Investment and Export Promotion Agency (GIEPA)“ vorgesehen, dass der Bereich sich vergrößert und einen großen Teil zum BIP beiträgt.

Im Rahmen der Entwicklung der Privatwirtschaft und im Kontext der regionalen Entwicklung und des Führungszieles strebt die Regierung eine Stärkung des Landes mit Schwerpunkt insbesondere auf Tourismus, auf Primärrohstoffen basierende Industrie und die Waren- und Dienstleistungsbereiche an.

 

Die zehn Investitionssäulen von Gambia


1. Gute Staatsführung:
Gambia ist Verfechter der Menschenrechte und Rechtsnormen.

2. Politische Stabilität:
Gambia ist hoch angesehen für seine lange demokratische Tradition und das Mehrparteiensystem. Wahlen finden alle fünf Jahre statt.

3. Marktorientierte Wirtschaft:
Gambias wirtschaftliche Ideologie ist eindeutig. Durch die freie Wirtschaft gibt es keine Eigentumsbegrenzungen und ebenfalls keine Devisenbewirtschaftung.

4. Verbesserte Infrastruktur:
Seit längerem gibt es anhaltende Verbesserungen in der grundlegenden Infrastruktur, die insbesondere das ausgeweitete Straßennetzwerk, die Flughäfen und das Telekommunikationssystem, welches eines der Besten in Afrika ist, miteinbezieht.

5. Vereinfachte Investitionsvorgänge:
Mit der Gründung der „Gambia Investment Promotion and Free Zones Agency (GIPFZA)“ garantiert die Regierung ein transparentes, verbessertes, schnelles und vereinfachtes System der Investitionsvorgänge und Registrierungsabläufe.

6. Entwicklung der Privatwirtschaft:
Die Regierung arbeitet stetig an der Erschaffung einer Umgebung, die die Entwicklung des privaten Sektors belebt.

7. Entflechtung und Privatisierung:
Entsprechend ihrers Engagements in der Entwicklung der Privatwirtschaft verfolgt die Regierung eine beständige Politik, die nach und nach die meisten gewerblichen Tätigkeiten aus Regierungshand in den privaten Sektor überträgt.

8. Verfassungsrechtlicher Schutz von Investitionen:
Es gibt eine starke Verpflichtung für Vorsichtsmaßnahmen gegen Verstaatlichung und Veruntreuung.

9. Zugang zu regionalen Märkten:
Mit über 250 Millionen Konsumenten in der ECOWAS Region und dem Vorteil der Nähe zum westeuropäischen Markt und einem Vorzugszollzugang tritt Gambia als Tor zu Märkten sowohl in Westafrika als auch in Europa und anderen Märkten in Erscheinung.

10.
Investitionsgarantie:
Gambia ist sowohl Mitglied der „Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA)“ als auch des „International Centre for the Settlement of Investment Disputes“. Dies verhindert Verluste, die durch wirtschaftliches Risiko ausgelöst werden können, und ist eine vertrauensbildende Maßnahme hinsichtlich einer Übereinkunft bei Investitionsdisputen.

Für mehr Informationen über Investitionen: www.giepa.gm